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Unser erstes Fazit der Reise

Nachdem wir noch Zwischenstationen am Gardasee in Italien und am Tegernsee in Deutschland gemacht haben, ist die erste große Wohnmobilreise beendet. Schade, dass dies so schnell zu Ende gegangen ist. Es hat Riesenspaß bereitet und wir haben Lust auf Mehr bekommen.

Eigentlich sind wir voller Wehmut in Tegernsee los gefahren. Der Urlaub hat sein Ende gefunden. Vorbei ist die Zeit, des nicht nach der Uhr leben, vorbei ist die Zeit des täglichen Mittagsschlafs und vorbei ist die intensive Zeit mit unseren Katzen.

Die Entscheidung, die beiden mit in den Urlaub zu nehmen, fiel schon sehr früh. Auch wenn es nach Norwegen gegangen wäre, die beiden wären mit uns gefahren. Sie gehören zu uns, genauso wie wir es früher mit den Kindern gehandhabt haben. Wir hatten ganz tolle und intensive Momente mit den Beiden. Scheinbar war der Ärger oder die Angst vorhanden, dass eine von beiden nicht wieder kommt, aber im Inneren wussten wir beide, dass dies nicht passieren wird. Zu sehr haben sich Biene und Liese an uns und unsere Villa gewöhnt. Ein letztes hervorzuhebendes Erlebnis mit den beiden, haben wir direkt vor der Haustür miterlebt. Zu Hause angekommen, wie üblich die Beifahrertür auf. Beide raus und sich umgesehen. Man merkte beiden an, sie waren unsicher. Einerseits kannten sie das Haus und die Umgebung, andererseits, stand ihr zu Hause der letzten 3 Wochen auch da. So gingen beide wieder an die Villa und saßen vor der Beifahrertür. Erst als wir das gewohnte Fenster öffneten, gab es eine Reaktion der beiden.

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Ich denke auch für uns war das eine Riesenerfahrung, ich bilde mir heute manchmal ein, mittlerweile besser ihre Sprache bzw. ihr Miauzen zu verstehen. Für uns steht fest, eine Reise ohne die beiden, wird es nicht mehr geben.

Während wir so auf der Heimfahrt waren,  ruhige Bereiche der Autobahn  durchfuhren, haben wir für uns das persönliche Fazit gezogen und auch besprochen. Auf der 4 stündigen Fahrt, hatten wir beide dazu genügend Gelegenheit.

Ein ganz wichtiger Punkt, war und ist unsere Villa. Wir beide hängen so viel Herzblut in das Gefährt, es ist für uns nicht nur ein Hobby, sondern ein Luxusartikel mit sehr hohem Freizeit- und Erlebniswert. In den 3 Wochen haben wir die Stärken und die wenigen Schwächen kennen gelernt. Wir beide wissen, dass ein Wohnmobil immer nur ein guter Kompromiss sein kann. Wir legen Wert auf solche Dinge, dass viel Raum vorhanden ist, der überwiegende Teil auch zum Wohnen, nicht zum Schlafen, genutzt werden sollte. Dies erfüllt unsere Villa auf jeden Fall. Der Alkoven hat für uns einige Vorteile, dadurch wird lästiges Umbauen völlig erspart. Zum anderen hat man tagsüber durch den Alkoven genügend Stauraum, für Dinge, die sonst nicht ständig gebraucht werden. Auch der Doppelboden macht nicht nur im Winter Sinn, im Sommer tritt dadurch ein wunderbarer Kühleffekt, im sogenannten Keller, ein. Die zusätzlich eingebauten Dinge, haben ihre Bewährungsprobe bestanden, es macht Sinn, solche Dinge wie LED Lampen, Solarzellen und 2 Aufbaubatterien einzusetzen.

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Damit kommen wir zum nächsten Punkt unseres Fazits. Unter Wohnmobilisten kursiert immer wieder die Frage, freies Stehen oder ausgewiesene Stell- oder Campingplätze zu nutzen. In Deutschland ist dies sicher nicht unbedingt das Problem, da es genügend ausgewiesene Stellplätze gibt. Im Ausland hingegen, ist dies aus mehreren Gründen nicht so einfach. Zuerst ist die Frage, ist dies überhaupt vom Gesetz erlaubt. Eine weitere und ganz wichtige Frage ist das Thema Sicherheit. Nicht umsonst befindet sich zb in Serbien Wachpersonal über Nacht auf den Campingplätzen. Nicht zuletzt ist auch die Frage der Stromanbindung, Ver- und Entsorgung immer wieder zu stellen. Wir für uns, bevorzugen die Sicherheit, deshalb haben wir in den meisten Fällen Campingplätze bevorzugt. Ich kann mir allerdings auch freies Stehen in Griechenland gut vorstellen. Abseits von Touristenzentren, denke ich, ist dies sicher ohne Probleme möglich.

Stellplatz Diakopto

Stellplatz Diakopto

Eine ganz wichtige Frage bei der Vorbereitung der Reise war ja die Gestaltung des Reiseweges. Nun, mit den heutigen Erfahrungen, muss man das sehr differenzieren. Wichtig ist zu wissen, wohin es gehen soll. Griechenland sieht auf der Karte nicht unbedingt sehr groß aus, in der Nord-Süd Richtung ist dieses Land auch etwa 700km lang und in der West-Ost Richtung ebenfalls. Soll die Reise in den Norden gehen, weiter in die Türkei führen, ist die Landstrecke ratsam. Dabei ist der Weg aus dem Heimatort zu berücksichtigen. Da wir in der Mitte von Deutschland beheimatet sind, sind beide Wege alternativ für uns möglich. Für diesen Fall der Reise war der Landweg nach Griechenland genau der richtige. Im Norden hat die Reise begonnen, daher waren die 2100 km bis zum ersten Zielort nicht schlecht gewählt. Ein Argument des Seeweges ist, dass man ausgeruht in Griechenland ankommt. Mit dem Wohnmobil sind die ersten 1150 km bis Ancona aber auch kein Pappenstiehl, was in unserem Fall auch 2 Tage Fahrt wäre. Dazu kommt 1 Tag Überfahrt mit der Fähre und dann weitere 450 km bis zum ersten Zielort. Also, die Zeit wäre in etwa die gleiche. Nun ist es ein Rechenspiel, wie teuer die Fährüberfahrt kommt. Bucht man Hin- und Rückfahrt, ist der Rabatt von 30% nicht zu unterschätzen. Um es kurz zu fassen, es kommt auf das Reiseziel an, dann kann man bestimmt sagen, welches der bessere und günstigere Weg ist.

Gesamttour Neu

Was zunächst als „Notbehelf“ oder „Ersatz“ für die ausgefallene Reise nach Norwegen begann, war am Ende ein Traum von einer Reise. Griechenland ist nun mal eines unserer Lieblingsländer. Nicht umsonst haben wir zahlreiche Kreuzfahrten in dieses Land unternommen. Später, als unsere Tochter Susanne dort beruflich tätig war, sind Flugreisen dazu gekommen. Dabei haben wir das Land und die Menschen lieben und schätzen gelernt. Dieser Eindruck verstärkte sich während dieser Reise nochmals. In den Orten, die wir bisher nicht kannten, gab es ja keine Berührungspunkte. Diese sind eingetreten und genauso haben wir das auch erwartet. Willkürlich, mit bestimmten Absichten, haben wir einige Orte bereist und besucht. In allen diesen Orten spürten wir die Herzlichkeit und keine Widerstände gegenüber uns Deutschen. Bleibende Erinnerungen an all die besuchten Orte und Gegenden machen Lust auf mehr. Die Vorbereitungen für eine erneute Reise in dieses phantastische Land werden viel intensiver sein. Das Internet bietet dafür ja außergewöhnliche Recherchemöglichkeiten. Wir wollen an dieser Stelle keines der Orte hervorheben, all diese hatten Ihren Reiz. Diese Reise macht Lust auf mehr, mehr Wohnmobil, mehr Griechenland und mehr solche wunderschönen Urlaube wie dieser!

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