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Anreise nach Griechenland

Was nun?

01.Juni 2013

Nun endlich ist es soweit, der Urlaub steht kurz vor dem Beginn. Ursprünglich war alles anders geplant, uns sollte diese Tour nach Norwegen führen. Seit Novembber 2012 haben wir uns, auf die Norwegentour vorbereitet. Alle Planungen und Absprachen, alle Buchungen, Reiseziele waren bereits abgestimmt. Sogar ein mögliches Treffen mit Wohnmobilisten wurde in Erwägung gezogen. Doch wie das Leben eben so spielt, kam alles urplötzlich ganz anders!

Mich erreichte an Mittwoch, 14 Tage vor Beginn des Urlaubs, ein Telefonat von meiner Frau. Dieses hätte ich lieber nicht geführt, hier stand plötzlich alles in Frage. Sie wimmerte, stöhnte und weinte jämmerlich. Gott sei Dank war ich bereits unweit unserer Wohnung, alles sofort beendet und gen Wohnung gefahren, nein gerast!

Was ich zu Hause vor fand, möchte ich an dieser Stelle nicht wiedergeben, es hat mir gereicht und dabei will ich es belassen. Der herbei gerufene Notarzt war binnen weniger Minuten bei uns und 10 min später, saß Manu im Rettungswagen in Richtung Krankenhaus. Zunächst irrten die Ärzte herum, was die Diagnose sei, 2 Tage später wurde dies bei einer Ultraschall Untersuchung festgestellt, es handelte sich um eine trockene Lungenentzündung. Ein 1 wöchiger Krankenhausaufenthalt folgte, anschließend der Besuch bei unserem Hausarzt und dann war die Absage der Norwegenreise fakt!

Was nun, in 10 Tagen sollte es los gehen? Wir haben lange gerätselt, hin und her überlegt. Da war noch ein Besuch in Hamburg, den wir gern gemacht hätten, wir wollten nach Bayern zu unserer Tochter, was ja nun mit Hamburg wenig zu tun hat. Obendrein war in Deutschland Wetter zum Davon rennen. Also war guter Rat teuer. Mir kam dann die Idee es mit Griechenland zu versuchen, Vorschlag ausgesprochen und keine Gegenwehr. Nun war ein Ziel gefunden und ein Traum meinerseits wurde wahr.

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Griechenland wir kommen, nun beginnt alles von vorn. Neue Planungen, neue Ziele suchen alle bisherigen Vorbereitungen zurückschrauben und die neuen beginnen.

  1. Brauchen wir eine Fähre?
  2. Wie gelangen wir nach Griechenland?
  3. Was ist für Wetter gerade dort?
  4. Benötigen wir Dinge extra für Griechenland?
  5. Und viele weitere Fragen …..

Zunächst überwiegt die Freude auf das Kommende, der Alltag hatte uns schnell wieder eingeholt und die weiteren Vorbereitungen liefen so nebenher. Nun gut, es war entschieden!

Die Vorplanung

09.Juni 2013

wpid-wp-1364805236978Wie gesagt, ursprünglch war die Reise in nördliche Gefilde geplant. Norwegen war unser Ziel, dafür haben wir alles vorbereitet. Speisen wurde eingekocht, Getränke besorgt und eingebunkert. Das Wohnmobil wurde für autarkes Stehen umgebaut. Kurz um, wir haben eine Menge Zeit und materielle Dinge investiert, damit wir diese Reise mit minimalen finanziellen Aufwand hinter uns bringen können.

Da sich die Situation nun doch etwas verändert hat, benötigen wir weniger Vorrat, da in Griechenland und auf dem Weg dorthin genügend Möglichkeiten vorhanden sind. Trotzdem greifen wir zb auf unsere eingekochten Speisen zurück, auch das schont die Urlaubskasse doch sehr. Die Umbauten am Wohnmobil können wir freilich im sonnigen Griechenland viel besser nutzen. Die Solarzelle kann dort ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen. Ich denke, dass wir ohnehin selten auf Campingplätzen stehen werden. Lassen wir uns überraschen …

Trotz allem müssen noch einige Dinge geklärt werden, zunächst haben wir die Fähren gen Norwegen storniert. Den Buchungspreis bekommen wir hoffentlich von der Reiserücktrittversicherung wieder. Da wir uns ja nun entschlossen haben, hinwärts über den Landweg zu fahren und rückzu die Fähre benutzen möchten, muss dazu eine neue Fährpassage gebucht werden. Igounemitsa ist der Abfahrtort und da es Camping an Bord sein soll, bleiben für den Ankunftshafen wenig Möglichkeiten. Es geht nach Ancona. Deshalb muß auch die Rückfahrt etwas geplant werden, auf jeden Fall wird es dort auch Zwischenaufenthalte geben. All diese Fragen klärten wir bei unseren Abenden auf dem Balkon, die Vorfreude stieg zunehmend. Entschieden war nun, dass wir am Donnerstag nach meinem Feierabend losfahren werden. Erster Halt sollte am Rothsee in der Nähe von Nürnberg sein.

Urlaubsbeginn – schon vorgeholt!

13.Juni 2013

Da Manu ab morgen nun wieder gesund geschrieben wurde, haben wir beschlossen heute Abend schon ein Stück der Strecke zurück zu legen. So sind wir zwischen 16.30 Uhr und 16.45 Uhr nach noch 2 Besuchen los gekommen. Die Gegend um den Rothsee war unser erstes Ziel. 200 km von der Riesenstrecke zurück gelegt, das ist doch schon was. Diesmal stehen wir am Stellplatz am Main-Donau Kanal, dieser gefällt uns auf Grund der direkten Lage am Kanal deutlich besser.

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Bevor wir uns auf dem Stellplatz niedergelassen hatten, haben wir noch das Wohnmobil randvoll aufgetankt. Dazu waren wir im ca.2km entfernten Hilpoltstein. Als der Stellplatz eingenommen war, haben wir schon mal artverwandtes Essen zu uns genommen. An der Tankstelle befand sich ein entsprechender Imbiß. Morgen gehts dann nach Österreich, die Gegend hinter Graz soll das Ziel werden. Etwa 550 km näher an unser Ziel, bin schon gespannt wie das alles so wird. Wir werden weiter berichten …

Nun hat die Reise tatsächlich begonnen. Die Vorbereitungen haben sich ausgezahlt, alles ist wunderbar im Wohnmobil verstaut, wir denken auch sinnvoll verstaut. Dies haben wir die Tage vor Beginn der Reise noch erledigt, vieles wurde aufgeschrieben, damit auch nachvollziehbar ist, wo die Dinge verstaut sind.Dies nützt uns jetzt, langes Umpacken oder Suchen entfällt.  So ist der Plan wie wir uns ihn Denken. Naja wir werden sehen …

Unterwegs – leider mit Hindernissen!

14.Juni 2013

Gut geschlafen, gut gefrühstückt. Los ging es, zuerst nach Neumarkt in der Oberpfalz. Dort besuchten wir den Fritz Berger Shop. Wir hatten gestern mit Stellplatznachbarn ein nettes Gespräch, in dem sie uns von einem Backofen für einen Gasherd berichteten. Diesen wollten und haben wir erworben. In em weitläufigen Shop haben wir weiter gestöbert, nach neuen Angeboten geschaut.

Wichtig war zb, das wir die Warntafel für Italien erworben haben, diese ist notwendig für Transporte von Gegenständen die am Fahrzeug angebracht werden. Bisher wußten wir das nicht, gesehen aber schon oft. Ok, dies ist wichtig! Kartenmaterial von Griechenland haben wir auch noch nicht, da fiel mir mit Schrecken das Navi ein. Also gesucht und nach längerem Suchen auch fündig geworden. Nun mußte schon die Kreditkarte her halten, das war eigentlich gar nicht geplant, aber sicher sehr wichtig.

Manu weiß schon, warum sie mich von solchen Shops zurück hält, man findet ja immer wieder etwas. Übrigens, die Odysee dort ging weiter. Dies ist ja nicht nur ein Berger-Shop, es ist auch ein Wohnmobilhändler. Sowas macht neugierig, nicht nur mich. Wir liefen die einzelnen Wohnmobile ab, was war das denn?

Ein EuraMobil mit Alkoven und Hecksitzgruppe, weniger als 6 Meter, zu einem Preis der schon nachdenkenswert war. Ich denke, wir beide sind ins Grübeln gekommen. Ja, die Wünsche hören nicht auf, sie werden nur noch größer. Das diese Worte wahr werden, konnte ich mir bei der ersten Fahrt mit der Villa I nicht vorstellen. Mittlerweile, ne wir fahren erst mal in den Urlaub ……..

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Dann auf die Autobahn und los gings gegen 11.00 Uhr. Wir kamen gut voran, hinter Regensburg mussten wir die Autobahn verlassen um den Aufräumarbeiten  wegen des Jahrhundert Hochwassers um Deggendorf auszuweichen.  Dies war eine Odysee, immer neue Umleitungen, denen wir begegneten. So sind wir erst in Vilshofen wieder auf die Autobahn gekommen. Wir hatten aber Glück im Unglück. In der Gegenrichtung, was sich da bot, war der Hammer. Kilometer weit standen die Autos, um ebenfalls wieder die Autobahn zu erreichen. Wir hatten zum Glück, das Nadelöhr schon hinter uns. auf die Autobahn wieder aufgefahren und im Bereich Passau haben wir  noch die Vignetten gekauft, kurz Mittag gemacht und nun gehts weiter. Ursprünglich wollten wir in Passau noch einen Zwischenstop machen, den wir aber auf Grund des Hochwassers vertagt haben. Es war auch gut so, denn die Donau, die wir mehrfach überfuhren war ein einziges Meer! Kurz vor der deutsch-österreichischen Grenze sahen wir, dass der Autobahnverkehr in der Gegenrichtung bereits vor Passau von der Autobahn geleitet wurde. Wir waren froh, das wir diese Stelle so schnell hinter uns lassen konnten.

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Angekommen – Unterschwarza/Österreich

14.Juni 2013

Endlich, nach 6,5 Fahrt sind wir an unserem Ziel in Unterschwarza an der österreichisch-slowenischen Grenze angekommen. Die Fahrt war nach dem Streß auf der deutschen Autobahn ganz ok. Landschaftliche Leckerbissen, leider mit Wolkenverhangenem Himmel, säumten den Weg. Kurz vor Graz öffnete der Himmel noch seine Pforten, aber auch das war nach dem letzten Tunnel vorbei. Strahlender Sonnenschein, ein wunderschöner Stellplatz, all das ist nun der Lohn des Tages.

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Nachdem wir alle Tätigkeiten auf dem Stellplatz erledigt hatten, haben wir uns dort ein wenig umgesehen. Man kam schnell ins Gespräch mit den Stellplatznachbarn, meist waren die Fragen woher und wohin? Bei fast allen war es die Heimreise, bei uns ja nun der Beginn der Urlaubsreise. Dementsprechend neidisch wurde wir nach unseren Zielen ausgefragt, wo es lang gehen soll, wie lange wir einplanen und nicht zuletzt wo wir übernachten werden. Aber es kam dann auch die Erlebnisse von uns auf der Fahrt nach Unterschwarza auf die Tagesordnung, denn die meisten wollten die gleiche Strecke als Rückweg benutzen. Als ich dann von dem Chaos unterwegs berichtete, schwang nicht gerade Begeisterung aus deren Gesichtern. Ja, das Hochwasser war dann Gesprächsthema Nr. 1, verständlich für die, die nach Hause wollten, waren es ja meist schreckliche Neuigkeiten.

Später gönnten wir uns in der angeschlossenen Gaststätte unser Abendessen, was meist üblich ist, auf solchen Stellplätzen. Das Essen war wunderbar, die Unterhaltung mit unseren Stellplatznachbarn ebenso. Sie berichteten von ihren Erfahrungen aus dem Kroatien Urlaub, ich denke dies könnte ein nächstes Ziel für uns werden.

Nach dem Abendessen haben wir es uns dann vor der Villa bequem gemacht, die mitgebrachten Getränke sind weitaus billiger als in der Gaststätte. Schließlich wollten die Katzen ebenfalls ein wenig frische Luft schnuppern, die Beifahrertür öffnete sich und wenig später waren beide im benachbarten Maisfeld verschwunden. Wie immer zuerst die Biene, später zaghaft die Liese hinterher. Sie bewegten sich beide um das Wohnmobil herum, so dass die Rückkehr in die Villa dann kein Problem darstellte. Liese allerdings, nahm sich die Freiheit, erst mitten in der Nacht sich bemerkbar zu machen. Der erste Versuch ging also wieder gut.

Weiter gehts – Richtung Kroatien

15.Juni 2013

Trotz des späten Wiederkommens unserer Liese haben wir die Nacht in unserer Villa gut verbracht. Die Reise hat begonnen, erwartungsvoll blicken wir auf das Kommende. Noch sind über 1400 km zurück zu legen, bis wir in Griechenland am ersten Zielort ankommen. Wir denken, dass die schlimmsten Abschnitte in den nächsten 2 Tagen kommen werden. Wir haben viel gehört, was im alten Jugoslawien auf dieser Strecke passiert sein soll. Deshalb haben wir die Etappen so gewählt, dass alles am Tage abgespult werden kann.

Gegen 7.00 Uhr rumorte es dann auf dem Stellplatz, so wurden wir dann auch mit munter. Die Sonne schien, jetzt warteten wir nur noch auf den Bäcker, der gegen 7.45 Uhr kam. Schön vor der Villa gefrühstückt und dann hiess es wieder alles fertig machen. Die nächsten 420 km stehen auf dem Plan. Alles verlief recht zügig, aber auch im Hinblick auf den beginnenden Urlaub. So haben wir unser Frühstück doch auf etwa 80 min ausgedehnt, das weitere Zusammenräumen und Entsorgung verliefen dann recht schnell. Schnell noch in Österreich aufgetankt und dann ging es auf die Autobahn in Richtung Slowenien. Der Grenzübertritt verlief ohne Probleme, nach ca. 15 min Fahrt waren wir in Slowenien, hier ohne Grenzkontrollen. Durch Slowenien führte zunächst Autobahn, etwa 20 km vor der Grenze nach Kroatien sind wir auf weniger guten Landstrassen zur Grenze nach Kroatien gefahren. Hier erwartete uns der erste Grenzübergang mit Kontrollen.

DSC02280 DSC02281Nach ca. 15 min hatten wir beide Übergangststellen ohne Probleme passiert, wenig später sind wir wieder auf die Autobahn aufgefahren und in Richtung Zagreb weiter gefahren. Hier war noch relativ viel Verkehr, aber wir kamen gut voran. Unterwegs sah ich auf einem Hinweiszeichen, dass ein Autocamp Plitwitz unterwegs an unserer Strecke liegt. Hier dachte ich, dass die Plitwitzer Seen dort wären und spontan wie wir sind, war das unser nächstes Ziel. Auf diesem Camp angekommen, entpuppte sich das als ein Rastplatz mit angeschlossenen Campingplatz. Auch die Suche auf der Karte brachte kein Ergebnis, das hier die Plittwitzer Senn sich befinden. Also weiter geht’s!

Hinter Zagreb ging der Verkehr deutlich zurück, ja es war teilweise richtig langweilig hier auf der Autobahn. Die Wärme begann uns zu schaffen und so beschlossen wir, eine Rast mit Mittagspause zu machen. Wir suchten einen geeigneten Parkplatz und nachdem ich das Gas aufgedreht hatte, haben wir aus unseren Vorräten Gulasch zubereitet.

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Frisch gestärkt, etwas ausgeruht und unsere Internetseite aktualisiert, so ging es weiter. Die Pause hat gut getan, bis zum gewünschten Zielort waren es noch ca. 200 km. Das heißt etwa 2h Fahrt, so wären wir gegen 16.00 Uhr dort angekommen. Unterwegs waren immer wieder Schilderbrücken aufgestellt, die die aktuelle Temperatur anzeigten. Hier war es in der Spitze dann bis 31 Grad, was wir auch im Auto spürten. Die Katzen lagen bei uns vorn, mal auf dem Amaturenbrett, auf Manus Schoß oder sie besetzten den Beifahrersitz. Aber, wir waren froh, beide bei uns zu haben.

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Nun machten wir uns Gedanken über den Übernachtungsplatz. Da brachte Manu den Vorschlag ein, doch noch weiter zu fahren. Ziel wäre die Umgebung von Belgrad gewesen, so ist auch diese Etappe etwa 550km lang. Nun gut, soweit ausgeruht waren wir, warum nicht! Also Bücher raus und einen Stellplatz in der Umgebung von Belgrad gesucht. Schnell waren wir fündig, der Autocamp Dunav sollte das Ziel sein. Auch ohne Navi, wir werden es schon finden! Unterwegs sahen wir allerdings noch verschiedene Möglichkeiten für eine Übernachtung. Verschiedene Autocamps gibt es an der Strecke, teilweise richtig gut ausgebaut, einige allerdings dem Verfall preis gegeben. Auch mein Herz als Prüfer hat wieder Wellen geschlagen, wenn man sieht, was in anderen Ländern so möglich ist.
DSC02292DSC02295 DSC02297Gegen 18.00 Uhr erreichten wir die Peripherie von Belgrad. Nun begann die Suche nach dem Campingplatz. Ohne Navi, ohne Stadtplan, schien das schier unmöglich zu sein. Also was half es, wir mussten Fragen! Hilfsbereit sind die Serben, mehrmals nachgefragt und wir beide uns gestritten, irgendwann sahen wir ein Hinweisschild. Nun ging es ganz schnell und gegen 19.00 Uhr standen wir auf dem Campingplatz. Die Villa war inzwischen auch volll getankt, so kann es morgen weitergehen.
Kurz überschlagen haben wir zum jetzigen Zeitpunkt ca. 1200 km seit Suhl abgespult. Wir stehen hier auf dem Campingpaltz oberhalb der Donau, die hier auch Hochwasser führt. Der Himmel ist blau. Es wird langsam Urlaub …

Endlich da, …

15.Juni 2013

… wir haben den Camp Dunav gefunden. Wie wir schon berichtet haben, haben wir eine etwa 1h Odyssee durch Belgrad bzw. durch die Vororte erlebt. Nun ist alles gut, wir können uns den angenehmen Dingen widmen.

Manu brannte drauf, die neue Errungenschaft aus dem Berger Shop in Neumarkt zu testen. Die Zubereitung ist recht einfach, die noch vorhandenen Brötchen sollen aufgebacken werden und mit noch weiteren Zutaten soll das ein leckeres Abendessen ergeben.  Es gab überbackenes Brötchen mit Salami und Ei.  Lecker wars, und bietet viele neue Möglichkeiten! Im übrigen sind wir froh, den kleinen Kocher mitgenommen zu haben, denn so können wir vor dem Wohnmobil alles kochen und die Wärme, die durch das Betreiben des Kochers entsteht, bleibt draussen. Es hat für mich fast so den Anschein, als würde ich am Grill sitzen und gemütlich das Abendessen zubereiten. So mag ich das, so gefällt mir das!

Der Backofen
Der Backofen
Die fertigen, überbackenen Brötchen!

Nun, dies war der erste Versuch mit diesem Backofen. Wir werden sicher noch öfter in den kommenden 3 Wochen die Gelegenheit haben, den Backofen ausführlich zu testen. Das das Essen lecker war, zeigte das einige der Anwesenden auf dem Campingpaltz zu uns herüber schauten. Da wo es gut riecht, sowas zieht an. ich kenne das aus eigener Erfahrung.

Den Katzen gewärten wir an diesem Abend keine Freiheit außerhalb des Wonmobils. Zuerst ist der Grund, das es am Zaun, dann sehr steil nch unten in Richtung Donau geht und zum anderen wollen wir ja am kommenden Morgen auch wieder losfahren. Ob die damit einverstanden sind, ich glaube es nicht. Sie kommentierten das am offenen Fenster recht lautstark.

Anschließend haben wir uns noch auf dem Campingplatz ein wenig umgesehen, diesen tollen Blick auf die Donau und einem Stück von Belgrad konnten wir noch vor dem Dunkel werden, sehen.

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Der Campingplatz ist mit WLAN ausgerüstet, dies nutzte ich natürlich, um den Blog zu aktualisieren. Anschliessend bekam ich die Idee, auch mein Navi auf den aktuellsten Stand zu bringen. Gesagt, getan! Wir also an die Rezeption und dort war der beste Empfang. Ok, die Seite war schnell gefunden, es konnte los gehen. Dann ging das Übel los, die Datei, die ich herunterladen wollte, war nur 1,4 GB groß. Mal sehen wie gut das Netz in Serbeien ist, doch recht bald merkte ich, dies wird eine Nachtaufgabe. Ich also zum Platzwart, mit Ihm gesprochen und sehr zuvorkommend genehmigte er mir, dass ich meinen Rechner über Nacht im abgeschlossenen Restaurant lassen konnte.

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Der nächste Morgen kam, schnell alles wesentliche organisiert und ab zum Platzwart. Der Rechner stand noch so, wie ich ihn verlassen hatte. Allerdings ging die Sache doch schief. Die Internetverbindung wurde Nachts gegen 2.00 Uhr kurzzeitig gekappt, damit hat das Herunterladen nicht geklappt. Mist, aber nicht zu ändern. Besorge ich mir in Griechenland eben ein neues Navi, das werde ich Manu unterwegs schon einreden können, dachte ich mir.

In Kallithea angekommen

16.Juni 2013

 

Die längste Etappe liegt nun vor uns, ca. 750 km bis zum ersten Zielort. Das Wetter verspricht einiges, die Sonne steht allein am Himmel, von Wolken keine Spur. Wir haben uns bemüht, heute mal früher los zu kommen. Es ist aber wieder erst gegen 8.45 Uhr geworden. Ok, hetzen wollen wir nicht und Hektik ist uns fremd im Urlaub. Ich war mit meinen Tätigkeiten außerhalb des Wohnmobils bereits fertig, Manu hatte im Inneren noch zu tun. So habe ich die Zeit genutzt, noch einige Aufnahmen vom Stellplatz anzufertigen.

Belgrad im Dunstschleier
Belgrad im Dunstschleier
Die Donau
Die Donau
Blick zum Haupteingang
Blick zum Haupteingang
Die Stellplätze
Die Stellplätze
Die Villa, dahinter das Sanitärgebäude
Die Villa, dahinter das Sanitärgebäude

Schnell erreichten wir die Autobahn, wurden dann allerdings über Landstraßen weiter geleitet. Auch mal interessant was man da so alles zu sehen bekommt. Sagen wir es mal so, andere Länder, andere Sitten! Verkehrsregelungen die komisch erscheinen, teilweise richtig schmale Straßen usw. Als nächstes sahen wir einen riesigen Menschenauflauf, beidseitig entlang der Straße. Gut es war Sonntag, eventuell ein Volksfest. Zahlreiche Stände, rechts und links, Unmengen von Fahrzeugen und Menschen. Bei näherem Betrachten, entpuppte sich das Ganze als ein Gebrauchtwarenmarkt für Autos und Teile. Jetzt wußte ich, wohin die alten Autos gehen, die bei uns als schrottreif deklariert werden.

Gebrauchtwagenmarkt
Gebrauchtwagenmarkt

Dann ging es wieder auf die Autobahn in Richtung Nis. Ca. 200 km, aber die hatten es mit Überraschungen in sich. Nix schlimmes, aber ungewohntes für uns Deutsche. Als erstes fuhr auf dem schmalen Seitenstreifen ein Radfahrer mit uns auf der Autobhan, dies wiederholte sich dann noch weitere 2x. Ein nettes Abenteuer hätte ich auch erleben können, eine Dame aus dem horizontalen Gewerbe bot ihre Dienste auf dem Seitenstreifen der Autobahn an. Manu war zu diesem Zeitpunkt im hinteren Teil des Wohnmobils, da die Dame mich alleine wähnte, waren ihre Bemühungen mehr oder weniger intensiv. Nett anzuschauen war es schon, auch wenn es kurz war. Parkende Fahrzeuge auf dem Seitenstreifen von Bauern, die ihre Felder bewirtschafteten gab es auch öfter. Nun gut, dies war eine willkommene Abwechslung, für die ansonsten öde Strecke.

Am Ende von Serbien führte der Weg durch ein kleines Bergland, welches noch nicht durch Autobahnen erschlossen ist. Für ca. 70 km wurden wir auf Landstrassen in Richtung Mazedonien weiter geleitet. Dies war dann etwas Abwechslung, zumal die Bauaktivitäten enorm sind, ich denke in wenigen Jahren wird dort die Autobahn vollendet sein. Dann ging es wieder auf die Autobahn, die Zeit war schon voran geschritten und wir wollten Mittag machen. Ein geeigneter Rastplatz wurde auch schnell gefunden. Das ganze Objekt war offensichtlich  komplett neu. Ein weiteres Wohnmobil stand auch auf dem Platz, dies war seit langem das einzige was wir sahen. Fahrzeug abgestellt, ich ging an die Tankstelle und holte einen Wassereimer um die Scheiben zu säubern. Zahlreiche Fliegen und weitere Insekten hatten sich auf der Frontscheibe verewigt. Auf einmal schrie ein Serbe über den Platz, es sprang ein weitere auf uns zu, da schwarmte mir böses. Nix dergleichen geschah, er nahm seinen Kärcher und reinigte ohne Auftrag von uns, die Villa. Das war Service pur. Ich bedanke mich mit einem kleinen Obulus und wir hatten eine saubere Villa.

Reinigung unserer Villa
Reinigung unserer Villa
Danke dem Unbekannten
Danke dem Unbekannten

Nach einem Durchrechnen des Dieselvorrats, haben wir an besagtem Rastplatz gleich noch voll getankt. Der Pächter des Tank- und Rastplatzes war derjenige, der seinen Angestellten zum Reinigen animiert hat. So hat der von unserem Aufenthalt auch noch etwas gehabt. Frisch gestärkt, vollgetankt und gewaschen machten wir uns auf den Weg, die restlichen 30 km bis zur Grenze nach Mazedonien verliefen ohne weitere Auffälligkeiten.

Der Grenzübertritt nach Mazedonien folgte als nächstes. In Serbien und Mazedonien wird für die Katzen ein Tollwutnachweis gefordert. Diesen haben wir auf Grund der Kürze der Zeit nicht mehr erbringen können. Also mussten die Katzen dazu gebracht werden, an diesen Grenzübergängen sich in „Luft aufzulösen“. Als ob die beiden das verstanden haben, ein kurzer Klaps und beide waren in Ihren Verstecken verschwunden. Manu beseitigte die anderen Spuren, die auf die Katzen hinweisen und so sind wir durch alle Grenzkontrollen gekommen. Biene und Liese sind halt liebe Katzen. So haben wir Serbien passiert, jedoch an der mazedonischen Grenze wurde von uns die Grüne Versicherungskarte verlangt. Gott sei Dank habe ich diese noch in meinen Hefter gepackt. Also auch das erledigt und wir waren in Mazedonien. Abwechselnd erlebten wir weitere Überraschungen und endlich mal wieder landschaftlich interessante Strecken. Unterwegs lief eine Gruppe mit ca. 15 Jugendlichen über die gesamte Breite der Autobahn, die sich nicht aus der Ruhe bringen liessen, weiter haben wir eine umfassende Autoreparatur auf der Autobahn erlebt. 2 Autos stehen nebeneinander und in dem einem wurde mal schnell der Motor gewechselt. Für uns Deutsche alles unvorstellbar. Hervorzuheben ist, die Kreditkarten funktionieren in Mazedonien nicht so richtig, Bargeld hat für die Mautzahlung dann weiter geholfen.

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Nun endlich,wir  haben  Griechenland erreicht. Gegen 16.45 Uhr sind wir, genau nach 1900 km, auf griechischem Territorium unterwegs.  Nun sind wir am Ziel unserer Wünsche, ich geb’s ehrlich zu, ich hatte feuchte Augen. Die folgenden ca. 140 km bis an unseren Zielort, haben wir auch ohne Probleme hinter uns gebracht. So erreichten wir Kallithea. Zuvor noch ein kurzer Zwischenbesuch im Lidl, wohlgemerkt es war Sonntag Abend, gegen 19 Uhr. Direkt vor unserem gewünschten Stellplatz begrüssten wir den ersten Bekannten. Nikos aus der Taverne, alles war wie immer. Nach der langen Etappe genehmigten wir uns ein Mythos. In der Zwischenzeit telefonierte ich mit Jannis, dem Besitzer des Hotels, in dem wir uns immer eingemietet haben. Dieser war 10 min später da, wir durften auf seinem Gelände stehen bleiben, bekamen Strom und Wasser.

In der Taverne

In der Taverne
Die Villa steht!
Die Villa steht!

 

So haben wir auch unser erstes Abendessen dort zu uns genommen. Später, nachdem wir unseren Stellplatz bezogen hatten, ging’s in den Ort. Als erstes waren wir bei Sofia, einer Bekannte aus früheren Besuchen, die wir überraschten. Von da ab war der weitere Abend gelaufen.

Bei Sofia
Bei Sofia

Es wurde aufgefahren, all das was das Herz begehrt.so kennen wir die Griechen, so mögen wir das! Jetzt sitzen wir vor der Villa, lassen den anstrengenden Tag ausklingen,die Katzen erkunden derweil die neue Heimat. Geplant sind ab heute 3 Übernachtungen hier, mal sehen was draus wird.
Jetzt beginnt unser Urlaub, was wollen wir mehr …..

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