Reise 2014 – Ins Inland

Auf nach Plitvicz

Weiter geht unsere Tour. Das Wunschziel unserer ursprünglichen Tour, die Plitvitzer Seen. Dies wurde uns im Vorfeld auch von vielen Bekannten empfohlen. Nachdem wir alles umgestrikt haben, war dies die Gelegenheit diesen Ort zu besuchen.
Zunächst verlief die Fahrt völlig problemlos, bis uns eine Baustelle derart verwirrte, dass wir genau entgegengesetzt zur ursprünglichen Richtung fuhren. Dies war aber kein Problem, die Nordtour gleicht sich mit der Südtour um wenige Kilometer. Bis Rijeka kannten wir die Strecke, ab da an ging es auf der Autobahn in Richtung Zagreb. Auf der Hälfte sind wir dann wieder Richtung Split gefahren und nach etwa 20 km von der Autobahn, quer durchs Land.Die Strecke erwies sich als Volltreffer, nicht unbedingt in positiver Richtung. Für unsere Verhältnisse, sind Dorfstrassen besser.
Aber das was wir sahen, war das unberührte kroatische Land, außerhalb jeglichen Tourismus. Für die Strecke von 56 km brauchten wir mit dem Wohnmobil mind. 90 min, ich kann es gar nicht mehr abschätzen. Die Strecke endet im Nationalpark Plitwitzer Seen, dort war die Straße etwa 3-3,5 m breit, da war Aufpassen angesagt. Schlußendlich erreichten wir unbeschadet unseren Stellplatz, den wir aus einem Forum erlesen hatten.

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Ich habe extra nochmal bei dieser Tourbeschreibung, das Satelittenbild erstellt, was für diese Strecke zutrifft. Leider zeigt das nicht annähernd die Strecke und das was wir erlebt haben. Spuren des Krieges, verlassene und zerbombte Häuser, weitläufige Ortschaften und nichte was an Industrie bzw. Landwirtschaft erinnert. Toll, das wir uns verfahren hatten, dies meine ich bewußt nicht ironisch.

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Stellplatz bei Plitvicz

Kroatien und Stellplätze ist ein Problem. Ab und an sieht man private Initiativen, so gesehen in Krk Ort, ab und an mal unterwegs, sicher auf Nachfrage an verschiedenen privaten Pensionen usw. Dieser Platz ist und aus verschiedenen Wohnmobil Foren bekannt geworden. Als Adresse für das Navi habe ich Plitvica Jezera eingegeben, die genauere Bestimmung wollte ich über die Internetverbindung direkt vor Ort machen. So gedacht und nun versucht. Über die Streckenprobleme habe ich ja schon berichtet, Plitvice Jezera haben wir gefunden. Das ZIel hatte ich etwa 10 km vorher auf mein Tablett eingegeben, alles verlief nach Plan. Um die Plitvizer Seen verließ mich die Internetverbindung, also nach Gefühl fahren. Unterwegs sahen wir ein Schild mit einem Hinweis auf einen privaten Wohnmobilstellplatz. Gekonnt ignoriert. Weiter gefahren, nach etwa 5km Fahrt, war uns klar, wir sind vorbei gefahren. Umgedreht und wenig später befanden wir uns auf dem Gelände. 3 Häuser, sogleich kam die Inhaberin raus und erklärte uns alles. Nach unserer Stellplatzsuche sind wir wieder zu Ihr und habe alle Formalitäten erledigt.

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Nach unserer Meinung ist dieser Platz lohnenswert, für einen Besuch der Plitviczer Seen. Kostenpunkt heute waren 10 € pro Person, incl. Strom, WC und Dusche und WLAN, einen Grappa gibts zur Begrüßung. Die Koordinaten für den Platz: N 44.86397 E 15.64153


Plitvicer Seen – der Ausflug

Auf dem Stellplatz angekommen und wie üblich alles eingerichtet, hatten wir vor 2 Übernachtungen hier durchzuführen. Am Ankunftstag sollte alles ohne weitere Aktivitäten ablaufen, der eigentliche Besuch des Nationalparks am kommenden Tag stattfinden. Mittagessen, dann Mittagsruhe plötzlich waren wir beide der Meinung wir schauen schon mal hin. So machten wir uns beide schnell fertig, die Fahrräder wurden bereit gestellt und wenig später ging es los.
Die etwa 3 km bis zum mittleren Eingang des Nationlaparks waren schnell zurückgelegt, es ging ja auch bergab. Ohne uns vorher groß zu informieren haben wir diesen Ausflug begonnen. Der Eingang war schnell gefunden, nun war es eine Zeitfrage.

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Kurze informative Gespräche mit einem Ranger, der Manu das wichtigste erklärte. Daraufhin beschlossen wir, jetzt schon die Besichtigung durchzuführen. Tickets gekauft (30 €), los ging es. Von weitem hörten wir schon das Rauschen des Wassers. Als wir aus dem Wald herauskamen, sahen wir die Schönheit dieser Landschaft. Ein großer See, viele kleinere Wasserfälle und Ausflugsboote. Wieder kurz orientiert und anschließend sind wir mit einem der Boote über den See gesetzt. An dieser Stell muß man sich entscheiden, wie es weiter geht. Fährt man von hier aus mit dem Boot weiter, kommt man an den unteren Teil. Dort ist auch der größte Wasserfall zu sehen. Wir hingegen, gingen die C-Route weiter, die bergan führt. Dies wurde mir allerdings erst unterwegs klar.

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Jetzt wurde mein fotografisches Herz geweckt, ich wollte gar nicht wieder aufhören mit fotografieren. Manu hingegen beklagte, dass ssie nicht fotografieren konnte. Ihr Fotoapparat hat zwischenzeitlich den Geist aufgegeben. Schade drum! Ich versuchte dabei einige Einstellungen, was mir mehr oder weniger gelang. Die Eindrücke zu bannen fällt da einem schwer. Auf verschlungenen Wegen, über zahlreiche Holzstege führte der weg, immer leicht bergan. So sahen wir die Kaskaden, auf denen sich das wasser berab seinen Weg bahnte. Gefühlte 1000 Seen, die da entstanden sind, ständiges rauschen des Wassers, unendlich viele Wasserfälle, all das machte diesen Ausflug zu einem weiteren Highlight.

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Die Bilder können nur einen kleinen Teil der Fasziantion wiedergeben. Ab und an habe ich versucht, auch mit Video zu arbeiten. Auf einmal meldete sich meine Kamera, mit niedrigem Batteriestatus. Das ich darüber nicht sehr erfreut war, mag sich der Leser sicher vorstellen. Jetzt hiess es haushalten, gut irgendwann wiederholt sich hier alles, trotzdem war mein Wunsch den obersten See wenigstens noch auf ein Bild zu bannen. Dies gelang mir auch noch mit zahlreichen Tricks, Gott sei Dank!

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Nun waren wir am Ende angekommen, jetzt hieß auf den Shuttlezug warten. Dieser fährt alle halbe Stunde und bringt die Gäste wieder hinab. Man hat ebenso die Möglichkeit, mit diesem Shuttlezug nach oben zu fahren und das ganze von oben nach unten zu laufen. Für Manus Fuß war dies aber die bessere Variante. Gut war auch, das wir am späten Nachmittag diesen Ausflug unternommen haben. So waren wir oft völlig alleine, hatten Zeit, all dass auf uns wirken zu lassen. Vom Fotografieren will ich gar nicht reden. Wir mögen uns gar nicht vorstellen, was in der Saison hier los sein muß. Es war am Eingang schon festzustellen, welch Massen sich da bewegen. Rund herum, es war ein toller, empfehlenswerter Ausflug. Schöne Impressionen, für die sich diese Tour gelohnt hat.


Auf nach Bled

Wir haben durch den frühen Besuch der Plitvicer Seen einen Tag gewonnen. Am Abend nach diesem Besuch, haben wir beraten, was wir mit diesem Tag anstellen. Eine Möglichkeit war der Besuch der Adelsberger Grotte oder direkt nach Bled. Auf jeden Fall haben wir die Richtung entsprechend eingenommenm. In Karlovacz machten wir noch einige Besorgungen, danach führte uns das Navi auf komischen Wegen weiter.

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Als wir dies bemerkten, haben wir die für uns beste Richtung eingenommen und sind zunächst in Richtung Rijeka gefahren. Nun wollte ich, dass wir über den weiteren Fortgang der Reise nochmal reden. Klar war, dass wir am Samstag in Tegernsee aufschlagen und mit Franzi und Max einen schönen Tag verbringen wollten. Was wir beide aber vorher nicht bedacht hatten, war das Pfingstwochenende. Das heißt in Deutschland sind alle Stellplätze voll, der Platz am Bahnhof in Tegernsee ist suboptimal, wegen der Katzen. Also alles mehr oder weniger untauglich. Streit gehört im Urlaub für uns eigentlich nicht zu den Dingen, die wir tun. Aber hier offenbarten sich zwischen uns doch ganz schöne Meinungsverschiedenheiten. Was tun?
In einem Nebensatz sagte Manu, fahren wir nochmal ans Meer. Dies machte allerdings nur Sinn, wenn wir den Besuch in Tegernsee verschieben. Die beste Variante war dazu, Franzi einfach anzurufen. Gesagt, getan. Wir ihr die Situation richtig erklärt, damit war die Sache geklärt. Doch wohin fahren wir nun. Manus Machtwort, jetzt werden keine Experimente gemacht, wir fahren nach Vrsar! Navi umprogrammiert und gegen 15.00 Uhr erreichten wir unseren alten Campingplatz.

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So befinden wir uns jetzt bis Sonntag noch hier in Vrsar, fahren dann gemütlich nach Bled, am Dienstag nach Tegernsee und werden die restlichen Tage am Rothsee verbringen. So langsam aber sicher nähert sich der Urlaub dem Ende!


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