Reise 2014 – nochmal Vrsar

Wieder in Vrsar!

Als wir diesen Eingang sahen, fühlten wir uns beide richtig gut. Zum einen, weil ein sinnloses Hin und Her zum Urlaubsabschluß vermieden werden konnte und zum anderen, unser Urlaub in Kroatien wurde um 4 Tage verlängert. Einen Ausflug, der bereits zu Beginn geplant war, wird nun auch möglich sein.
Doch nun der Reihe nach, denn einiges passierte noch.
Nachdem am Counter alle Formalitäten erledigt waren, ging Manu zu unserem Stellplatz. Wir wählten diesmal den Nachbarstellplatz, da dieser frühmorgens Schatten bietet. Alles fertig gemacht, Türen auf, die beiden Katzen liefen raus. Biene setzte sich sofort auf unseren alten Stellplatz und sah verwundert herüber. Trollte sich dann aber und ging auf Erkundung. Liese hingegen, setzte sich auf den alten Stellplatz und miauzte lautstark. So nach dem Motto, was soll das, ihr gehört hier her. Manu griff sich die Liese und beruhigte sie zärtlich, erklärte ihr das alles. Von da ab war Ruhe.
Nachdem wir alle Bekannten wieder begrüßt hatten, gingen wir zum ruhigen Teil des Tages über. Pläne für die kommenden Tage wurde geschmiedet, Finanzen überprüft und alles was so notwendig war. Das Wetter hatte sich beruhigt, der Wind hatte sich gelegt und so wurde das Meer zunehmend wärmer. Also konnten wir nun auch mal baden gehen. Eine weitere Folge des sich beruhigenden Wetters war, dass wir nun die herrlichsten Sonnenuntergänge erlebten. So auch am ersten Abend, da wurde mein fotografisches Herz wieder geweckt.

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Glutrot ging die Sonne unter, der Tag neigte sich so, nach all dem Streß, seinen ruhigen und entspannten Ende. Unausgesprochen waren wir beide froh, dass nun alles so gekommen ist. Camping Orsera bietet die Möglichkeit, einen geruhsamen Urlaubsende entgegen zu kommen.


3 Tage Ruhe

Die Tempraturen steigen immer weiter. So wie die Tempraturen steigen, sinkt die Lust auf weitere Aktivitäten. Wir hatten vor, nochmals einen Roller auszuleihen und ein wenig hier auf Istrien herumzufahren. Der Vermieter war schnell gefunden, allerdings stand kein großer (125ccm) zur Verfügung. Da wir nochmals nach Porec wollten, habe ich zumindest für diesen Weg einen kleinen ausgeliehen. So sind wir dann nach Porec gefahren und haben dort ein Spannband für unsere Markise besorgt. Bei den plötzlichen Winden hier, ist dies eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme. In diesem Zusammenhang haben wir uns in den verschiedensten Mäkten umgesehen, dort mal einen Preisvergleich angestellt. Kaufland, Lidl, Konzum und Plodine sind überall vertreten.
Zurück am Campingplatz, war die Temperatur kanpp unter der 30 Grad Marke angekommen. Also entschlossen wir uns das Wasser in der Adria auszuprobieren. Zumindest für mich, Manu hatte ja schon einige Versuche unternommen. Da die Küste sehr stark zerklüftet und steinig ist, wurde hier durch gezielte Baumaßnahmen der Strandbereich völlig neu gestaltet. Flächen mit Naturstein und Wassereinstige über Leitern sind hier anzutreffen. Dadurch entstehen weitläufige Liegeflächen.

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Also los, Badeklamotten an und runter ans Meer. Naja, meine Temperaturen sind das noch nicht. Aber ein erster Versuch war unternommen. Anschließend haben wir das Moped wieder zum Vermieter gebracht, nun wollten wir den Ausflug für den Samstag organisieren. Die ausgefallene Bootsfahrt in den Limski Fjord und nach Rovinji sollte nachgeholt werden. Schnell zum Schiff, wir wurden wieder freundlich auf das Boot eingeladen und mit Getränken bewirtet. Die Reservierung war erfolgt.

Neuer Tag, neues Glück! Gegen 10 Uhr bin ich zum Vermieter, haber mir den bestellten 125 ccm Roller geholt. Den Rest zusammen- und aufgeräumt, los ging unser Ausflug. Kein festes Ziel hatten wir ausgemacht, wir wollten lediglich mal übers Land fahren. Eindrücke sammeln, wie die Menschen hier in Kroatien leben. So sind wir auch gleich bei der erstbesten Gelegenheit von der Hauptstraße abgebogen und ins Landesinnere weiter gefahren. Abseits vom Tourismus relativiert sich vieles. Es gibt in einigen Dörfern viel Verfall, armes Leben usw. Da gibts aber auch die andere Seite, zahlreiche Neubauten die auch wirklich von kroatischen Menschen bewohnt werden. Was wir uns trotzdem noch immer fragen, wo und durch was verdienen diese Menschen ihr Geld. Kaum Landwirtschaft, fast keine Industrie und der Tourismus erstreckt sich über den gesamten Küstenstreifen. Genauso erstaunt haben wir festgestellt, die Preise für Lebensmittel sind im Gegensatz zu Deutschland wesentlich teurer. Dies spiegelt sich nicht in den Gaststätten wieder, dort ist es oft preiswerter als bei uns.
Unterwegs sind wir dann 2 Ortschaften angefahren, dort gab es unterwegs touristische Hinweise. Das eine war Tinjan und die andere Ortschaft war Kringa. Die Dörfer sind sehr sauber, allerdings hält sich der touristische Wert stark in Grenzen. Touristisch beschränkt sich das auf Kirchen und Friedhöfe, die wirklich sehr ansehnlich sind. In Tinjan hatten wir einen tollen Blick auf ein weitläufiges Tal, an derem Ende wir die Kirche von Kringa schon sahen. Klar, hier betätigte ich mich wieder fotografisch, ich denke dass es durch die Bilder interessanter rüber kommt, als es in Wirklichkeit ist.
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Der Wendepunkt unseres Ausflugs war Pazin, ein größerer Ort mitten auf der Halbinsel Istrien. Eigentlich nicht der Rede wert, wenn nicht am Ende ein grünes Tal mit einem rauschenden Bach gewesen wäre.
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Damit beedneten wir diesen Ausflug mit dem Roller, den wir dann auch gleich wieder abgegeben hatten. Eine Einkehr in unserer Lieblingsbar am Hafen war obligatorisch, ein Bier und ein Wein für 31 Kunar, umgerechnet 4,50 €.
Am folgenden Tag sollte der Ausflug mit dem Boot erfolgen. Alles war in die Wege geleitet, gegen 10.50 Uhr erreichten wir die Anlegestelle. Im Boot saßen schon 2 ältere Holländer, aber das war es dann auch. Für einen höheren Preis wäre er auch mit uns 4 gefahren, das lehnten die beiden Holländer aber ab. Dann lieber an einem anderen Tag. Die Mindestanzahl von 6 Personen kam nicht zu Stande, also fiel dieser Ausflug ins Wasser. Nun ja es ist eben so, da kann man nix ändern. So vertrieben wir uns den Tag mit allerlei Dingen, zunächst war Ausruhen angesagt. Dann eröffnete Manu wieder das Stellplatzkino, die Waschmaschine wurde wieder angeworfen. Der Nachbar wunderte sich auf einmal, dass ich soviel Wasser schleppte. Als er mit bekam um was es ging, war die Verwunderung doch sehr groß. Allerdings spaltet sich das in 2 Lager, für die einen ist es totaler Quatsch und für die anderen eine wirkliche Option für die Zukunft. Es ist wie immer, jeder soll seinen Spleen leben und geniessen dürfen.
Der Abschluß in Kroatien haben wir uns wegen dem ausgefallen Ausfluges selbst gegönnt. In unserem Lieblingsrestaurant haben wir sehr gut gespeist und einen wundervollen Abschiedsabend erleben dürfen. Die bestellte Fischplatte hielt ihr Versprechen, sehr lecker und auf jeden Fall reichlich.
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Im Ort spürte man an diesem Wochenende, dass die Saison nun richtig beginnt. Ein Fest wurde organisiert, alle Stände waren geöffnet und die Straßen, Restaurants und Geschäfte waren alle voll. Nebenbei konnten wir noch einen herrlichen Sonnenuntergang erleben. Der Hafen war nun auch mit Segelyachten und großen Yachten gefüllt.
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